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Behandlung

Ohrkorrektur

Mit einer Ohrkorrektur können Form und Stellung abstehender oder auffällig geformter Ohrmuscheln verändert und harmonischer an den Kopf angelegt werden.

Übersicht
BehandlungOhrkorrektur
FachbereichPlastische und Ästhetische Chirurgie
StandortZürich
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Ohrkorrektur

Abstehende oder unterschiedlich geformte Ohren sind meist angeboren und entstehen durch die individuelle Form und Entwicklung des Ohrknorpels. Sie können bereits im Kindesalter, aber auch bei Erwachsenen als störend empfunden werden.

Bei einer Ohrkorrektur wird die Form des Ohrknorpels gezielt verändert. Der Eingriff kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt werden; der geeignete Zeitpunkt wird individuell besprochen.

Die häufigste Ursache abstehender Ohren ist eine individuelle Ausbildung des Ohrknorpels. Besonders die natürliche Hauptfalte der Ohrmuschel, die sogenannte Anthelix, kann zu schwach ausgeprägt sein. Auch Grösse und Stellung anderer Knorpelanteile können zur Form des Ohres beitragen.

Die Beurteilung erfolgt immer für beide Ohren getrennt, da natürliche Unterschiede zwischen rechter und linker Seite praktisch bei jedem Menschen vorhanden sind.

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Wie wird die Ohrform korrigiert?

Bei abstehenden Ohren ist häufig eine natürliche Falte der Ohrmuschel – die sogenannte Anthelix – zu schwach ausgebildet. Je nach Ausgangslage können auch andere Knorpelanteile zur Stellung des Ohres beitragen.

Über einen möglichst verdeckt hinter dem Ohr liegenden Zugang wird der Knorpel freigelegt, geformt und in der gewünschten Position fixiert. Ziel ist eine natürliche Ohrform mit möglichst harmonischer Stellung zum Kopf.

Über einen Schnitt auf der Rückseite des Ohres kann der Knorpel erreicht werden, ohne dass die spätere Narbe von vorne unmittelbar sichtbar ist. Der Knorpel kann anschliessend ausgedünnt, neu geformt und durch Nähte in der gewünschten Position stabilisiert werden.

Wie viel der Ohrmuschel verändert werden muss, hängt von der vorhandenen Knorpelform ab. Ziel ist keine vollkommen identische Form beider Seiten, sondern eine harmonische Stellung bei Erhalt eines natürlichen Aussehens.

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Anästhesie und Klinikaufenthalt

Bei Erwachsenen und Schulkindern kann die Operation unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Je nach Alter, persönlicher Situation oder Wunsch kann auch eine Vollnarkose vorgesehen werden.

Die Ohrkorrektur ist ambulant oder kurzstationär möglich. Ob eine Übernachtung sinnvoll ist, wird im Vorfeld individuell festgelegt.

Bei örtlicher Betäubung werden die Haut und die relevanten Bereiche rund um die Ohrmuschel gezielt betäubt. Bei Kindern oder wenn eine Operation im Wachzustand nicht gewünscht wird, kann eine Vollnarkose die passendere Lösung darstellen.

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Vorbereitung auf die Operation

Für die Zeit nach dem Eingriff ist ein breites, weiches Stirnband sinnvoll, das die Ohren besonders nachts schützt.

Medikamente und andere für die Operation relevante Faktoren werden vor dem Eingriff besprochen. Welche Präparate gegebenenfalls pausiert werden sollen, wird individuell festgelegt.

Ein breites und weiches Stirnband sollte bereits vor der Operation organisiert werden, da es nach Entfernung des grösseren Verbandes insbesondere nachts zum Schutz der Ohrmuscheln verwendet wird.

Medikamente und mögliche Blutungsrisiken werden vor der Operation individuell besprochen. Präparate sollten nur nach ärztlicher Anweisung verändert oder pausiert werden.

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Wie läuft die Operation ab?

Der Zugang erfolgt in der Regel von der Rückseite des Ohres. Der Ohrknorpel wird entsprechend der geplanten Form bearbeitet und anschliessend mit feinen Nähten in seiner neuen Position stabilisiert.

Bei einer beidseitigen Korrektur werden beide Ohren nacheinander behandelt. Für den gesamten Eingriff ist nach den bisherigen Klinikangaben mit ungefähr zwei Stunden zu rechnen. Anschliessend werden die Ohren durch einen Verband geschützt.

Bei beidseits abstehenden Ohren wird zunächst eine Seite vollständig geformt und anschliessend die Gegenseite angepasst. Dadurch können Stellung und Kontur während des Eingriffs miteinander verglichen werden.

Die bisherigen Klinikunterlagen nennen für eine beidseitige Ohrkorrektur eine Operationsdauer von ungefähr zwei Stunden. Nach Abschluss der Operation werden beide Ohren durch einen schützenden Verband stabilisiert.

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Heilung nach einer Ohrkorrektur

Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen, Schwellungen und bläuliche Verfärbungen auftreten. Der erste grössere Verband wird üblicherweise nach mehreren Tagen entfernt.

Die Ohren bleiben während der frühen Heilungsphase noch empfindlich. Beim Schlafen und Liegen schützt ein weiches Stirnband die Ohrmuschel vor unbeabsichtigtem Umknicken.

Das endgültige Ergebnis lässt sich erst beurteilen, wenn die Schwellungen vollständig zurückgegangen sind. Dies kann mehrere Wochen bis Monate dauern.

Der grössere Verband wurde in den bisherigen Klinikangaben erstmals nach ungefähr acht bis zehn Tagen entfernt. Zu diesem Zeitpunkt können die Ohrmuscheln noch deutlich geschwollen, verfärbt und berührungsempfindlich sein.

Die Hautfäden wurden dort ungefähr nach zehn Tagen entfernt. Während der ersten drei Wochen wurde beim Schlafen und Liegen ein weiches Stirnband empfohlen, damit die noch empfindlichen Ohrmuscheln nicht versehentlich umgeknickt werden.

Stärkere körperliche Belastung wurde während der ersten Zeit eingeschränkt. Auch intensive Sonnen- oder Kälteeinwirkung sollte vermieden werden, solange das Gewebe noch empfindlich reagiert.

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Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei anderen Operationen können Blutergüsse, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Ungewöhnlich starke Schmerzen nach der Operation sollten ärztlich kontrolliert werden, da beispielsweise ein zu enger Verband, ein Bluterguss oder eine Infektion dahinterstehen können.

Vorübergehende Veränderungen der Berührungsempfindung sind möglich. Bei entsprechender Veranlagung können auffälligere Narben entstehen. Da kein Ohr exakt dem anderen gleicht, können auch nach einer Korrektur leichte Asymmetrien bestehen bleiben.

Ein Bluterguss kann zusätzlichen Druck auf das operierte Ohr ausüben und sollte bei auffälligen Beschwerden kontrolliert werden. Auch Infektionen, Wundheilungsprobleme und auffälligere Narben sind mögliche, wenn auch nicht regelhafte Komplikationen.

Eine vorübergehend verminderte Hautempfindlichkeit kann nach dem Eingriff auftreten. Das endgültige Ergebnis sollte erst beurteilt werden, wenn Schwellungen und Gewebespannung vollständig zurückgegangen sind.

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Nachbehandlung

In den ersten Wochen sollte die Ohrmuschel vor Druck, Zug und unbeabsichtigtem Umknicken geschützt werden. Besonders nachts wird dafür ein weiches Stirnband verwendet.

Körperliche Belastung sowie starke Sonnen- oder Kälteeinwirkung sollten während der frühen Heilungsphase entsprechend den ärztlichen Empfehlungen reduziert werden.

Die Nachkontrollen dienen nicht nur der Wundkontrolle, sondern auch der Beurteilung von Stellung und Form der Ohrmuscheln während der Heilung. Das Ergebnis entwickelt sich schrittweise und wird in den bisherigen Klinikunterlagen erst nach etwa zwei bis drei Monaten als weitgehend beurteilbar beschrieben.

Häufige Fragen

01Kann eine Ohrkorrektur auch bei Erwachsenen durchgeführt werden?

Ja. Eine Ohrkorrektur kann grundsätzlich sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vorgenommen werden. Bei Kindern kann eine Behandlung bereits vor dem Schuleintritt erwogen werden, während bei Erwachsenen keine grundsätzliche Altersgrenze für den Eingriff besteht.

02Ist für eine Ohrkorrektur immer eine Vollnarkose notwendig?

Nein. Bei Erwachsenen und Schulkindern kann eine Ohrkorrektur unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Wenn eine Vollnarkose bevorzugt wird oder im individuellen Fall sinnvoll erscheint, ist diese ebenfalls möglich. Die Anästhesieform wird vor dem Eingriff persönlich besprochen.

03Kann ich nach einer Ohrkorrektur am selben Tag wieder nach Hause?

Die Ohrkorrektur kann ambulant oder kurzstationär durchgeführt werden. Dadurch ist es grundsätzlich möglich, die Klinik noch am Tag der Operation wieder zu verlassen. Auf Wunsch oder wenn es der individuelle Verlauf nahelegt, kann auch eine Übernachtung in der Klinik vorgesehen werden.

04Wie lange muss nach einer Ohrkorrektur ein Stirnband getragen werden?

Während der ersten drei Wochen sollte beim Schlafen und Liegen ein breites, weiches Stirnband getragen werden. Es schützt die noch empfindliche Ohrmuschel vor unbeabsichtigtem Umknicken und unterstützt damit die frühe Heilungsphase.

05Wann ist das endgültige Ergebnis einer Ohrkorrektur sichtbar?

Nach der Operation sind die Ohren zunächst noch geschwollen und können Verfärbungen zeigen. Diese Veränderungen gehen im Verlauf zurück. Das endgültige Resultat einer Ohrkorrektur lässt sich in der Regel nach etwa zwei bis drei Monaten beurteilen.

Persönliche Beratung

Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch.