Facelifting
Ein Facelift kann abgesunkene Gewebestrukturen im Gesicht und am Hals neu positionieren und Konturen straffen. Umfang und Technik werden individuell an die vorhandenen Veränderungen angepasst.

Facelift
Mit zunehmendem Alter verändern sich Haut, Unterhautgewebe und Muskulatur im Gesicht und am Hals. Die Elastizität nimmt ab, Volumen verteilt sich anders und einzelne Gewebepartien können absinken.
Bei leichter ausgeprägten Veränderungen kommen häufig nichtoperative Verfahren infrage. Sind die Veränderungen weiter fortgeschritten, kann ein operatives Facelift eine Möglichkeit sein, abgesunkene Strukturen neu zu positionieren und Gesichtskonturen zu straffen.
Neben der Haut verändern sich mit den Jahren auch tiefere Gewebeschichten. Unterhautgewebe und Gesichtsmuskulatur verlieren teilweise an Spannung, während sich Volumen in einzelnen Regionen verlagert. Dadurch können sich Wangen, Kieferlinie und Halskontur verändern.
Mimische Falten, statische Falten und abgesunkene Gewebestrukturen haben unterschiedliche Ursachen. Ein Facelift richtet sich vor allem an Veränderungen der Gewebeposition und Kontur und ist nicht automatisch die passende Behandlung für jede einzelne Falte.
Ein individuell geplantes Facelift
Ein Facelift ist kein standardisierter Eingriff. Welche Bereiche behandelt werden, richtet sich nach der individuellen Ausgangslage. Je nach Befund können Stirn, Schläfen, Wangen, Kieferlinie oder Hals im Vordergrund stehen.
Ein Facelift korrigiert nicht jede Form der Hautalterung. Feine Fältchen rund um den Mund oder überschüssige Haut an den Augenlidern können beispielsweise zusätzliche oder andere Behandlungsmethoden erfordern.
Je nach Ausgangslage kann der Schwerpunkt einer Operation unterschiedlich gesetzt werden. Veränderungen im Bereich der Wangen und der Kieferlinie benötigen ein anderes Vorgehen als ein vorwiegender Haut- und Gewebeüberschuss am Hals.
Auch Stirn, Schläfen und Augenregion müssen bei der Gesamtplanung berücksichtigt werden. Nicht immer werden alle Regionen gleichzeitig behandelt. Bei Bedarf kann eine operative Gesichtsstraffung mit anderen Verfahren kombiniert werden, sofern dies medizinisch und ästhetisch sinnvoll ist.
Was kann ein Facelift verändern?
Durch die Neuplatzierung abgesunkener Gewebestrukturen und eine angepasste Straffung der Haut können Konturen im Gesicht und am Hals wieder klarer hervortreten.
Ziel ist ein natürlich wirkendes Ergebnis, bei dem die individuelle Mimik erhalten bleibt. Der natürliche Alterungsprozess wird durch die Operation nicht angehalten. Wie lange das Ergebnis sichtbar bleibt, hängt unter anderem von Gewebequalität, Ausgangslage und weiterer Alterung ab.
Ein wichtiges Ziel besteht darin, abgesunkene Strukturen neu zu positionieren, ohne die individuelle Mimik und charakteristische Gesichtszüge unnötig zu verändern. Ein vollständig faltenfreies Gesicht wäre weder realistisch noch das Ziel einer natürlichen Gesichtsverjüngung.
Das Ergebnis eines Facelifts altert gemeinsam mit dem übrigen Gesicht weiter. Die Operation setzt den natürlichen Alterungsprozess nicht ausser Kraft, kann aber die Ausgangssituation der behandelten Regionen langfristig verändern.
Anästhesie und Klinikaufenthalt
Ein Facelift wird in der Regel stationär durchgeführt. Abhängig vom Umfang kann der Eingriff unter Vollnarkose oder in ausgewählten Fällen unter örtlicher Betäubung mit Sedierung erfolgen.
Die bisherigen Klinikangaben nennen – abhängig vom Umfang – eine Operationsdauer von ungefähr drei bis sechs Stunden und einen Klinikaufenthalt von etwa zwei bis vier Tagen.
Die bisherigen Klinikunterlagen nennen – abhängig vom Operationsumfang – eine Dauer von ungefähr drei bis sechs Stunden. Für grössere Facelift-Operationen wurde in der Regel ein stationärer Aufenthalt von mehreren Tagen vorgesehen.
Vor einer Vollnarkose werden die erforderlichen medizinischen Voruntersuchungen festgelegt. Die konkrete Anästhesieplanung erfolgt gemeinsam mit dem Anästhesieteam.
Vorbereitung auf die Operation
Vor der Operation werden die allgemeine Gesundheit, Medikamente und individuelle Risikofaktoren beurteilt. Nikotinkonsum kann die Durchblutung und Wundheilung ungünstig beeinflussen und sollte deshalb bereits im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Auch die Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen können, wird im Rahmen der Operationsvorbereitung individuell geklärt.
Nikotinkonsum ist bei einem Facelift besonders relevant, weil die Operation mit einer grossflächigen Mobilisierung der Gesichtshaut verbunden sein kann. Eine eingeschränkte Durchblutung kann das Risiko von Wundheilungsproblemen und auffälligeren Narben erhöhen.
Wie lange vor und nach der Operation auf Nikotin verzichtet werden sollte und welche Medikamente angepasst werden müssen, wird individuell durch das Behandlungsteam festgelegt.
Wie läuft ein Facelift ab?
Bei einem klassischen Hals- oder Facelift verläuft die Schnittführung typischerweise im Bereich der Schläfe, vor dem Ohr, um das Ohrläppchen und weiter hinter das Ohr. Die Narben werden möglichst in natürliche Übergänge und wenig auffällige Bereiche gelegt.
Das Gewebe unter der Haut wird mobilisiert und abgesunkene Strukturen werden neu positioniert und fixiert. Anschliessend wird die Haut angepasst und möglichst spannungsarm verschlossen. Das genaue operative Vorgehen richtet sich nach den zu behandelnden Regionen.
Bei einem klassischen Hals- und Facelift wird die Schnittführung so angelegt, dass sie sich möglichst unauffällig in natürliche Übergänge rund um das Ohr und in behaarte Regionen einfügt. Die Haare müssen dafür nicht grundsätzlich rasiert werden.
Nach dem Zugang werden Haut und darunterliegende Gewebestrukturen entsprechend dem geplanten Verfahren mobilisiert. Abgesunkene Weichteile können neu positioniert und fixiert werden, bevor die Haut angepasst und möglichst spannungsarm verschlossen wird.
Am Ende der Operation kann ein leichter Kopfverband angelegt werden. Je nach Technik und Umfang können zusätzlich Drainagen erforderlich sein.
Die Zeit nach dem Facelift
Nach der Operation sind Spannungsgefühl, Schwellungen, Blutergüsse und vorübergehende Veränderungen der Hautempfindung möglich. Die stärkeren Schwellungen treten häufig während der ersten Tage auf und gehen danach schrittweise zurück.
Bis sich die Gesichtskonturen beruhigt haben und das Ergebnis zuverlässig beurteilt werden kann, vergehen mehrere Wochen. Der Heilungsverlauf hängt wesentlich vom Umfang der Operation und den individuellen Voraussetzungen ab.
Die stärksten Schwellungen treten nach den bisherigen Klinikangaben häufig innerhalb der ersten ein bis zwei Tage auf. Blutergüsse, Spannungsgefühl und vorübergehende Taubheitsgefühle können insbesondere im Bereich von Wangen, Kinn und rund um die Ohren vorkommen.
Ein grosser Teil der sichtbaren Schwellung bildet sich innerhalb der folgenden Wochen zurück. Feine Gewebeveränderungen können sich jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum weiterentwickeln.
Risiken und mögliche Komplikationen
Mögliche Komplikationen sind unter anderem Blutergüsse, Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen und auffälligere Narben. Veränderungen des Berührungsempfindens können vorübergehend länger bestehen.
Verletzungen von Gesichtsnerven sind selten, gehören aber zu den spezifischen Risiken eines Facelifts. Auch vorübergehender Haarverlust im Bereich der Schnittführung oder Durchblutungsstörungen der Haut können auftreten. Nikotinkonsum kann das Risiko von Wundheilungsproblemen erhöhen.
Blutergüsse oder Nachblutungen können in einzelnen Fällen eine zusätzliche Behandlung erforderlich machen. Auch Infektionen, Wundheilungsstörungen und auffällige Narben gehören zu den möglichen allgemeinen Operationsrisiken.
Spezifischer sind länger anhaltende Veränderungen des Hautgefühls und selten Beeinträchtigungen von Gesichtsnerven. Auch vorübergehender Haarverlust entlang einzelner Schnittbereiche wurde in den bisherigen Klinikunterlagen beschrieben.
Durchblutungsstörungen der Haut sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Nikotinkonsum kann dieses Risiko zusätzlich erhöhen und ist deshalb ein wesentlicher Punkt der Operationsvorbereitung.
Nachbehandlung und Erholung
Verbände und gegebenenfalls Drainagen werden entsprechend dem Verlauf in den ersten Tagen entfernt. Auch die Entfernung von Nähten richtet sich nach der verwendeten Technik und der Heilung.
Für die erste Woche nach der Operation sollte ausreichend Zeit für Ruhe eingeplant werden. Make-up, Sonnenexposition und sportliche Aktivitäten werden anschliessend schrittweise wieder aufgenommen. Die individuelle Freigabe erfolgt bei den Nachkontrollen.
In den bisherigen Klinikunterlagen wurden Verbände und Drainagen häufig innerhalb der ersten Tage entfernt. Die Entfernung nicht selbstauflösender Nähte erfolgte abhängig von der Region und dem Heilungsverlauf während der folgenden Tage.
Für die erste Woche sollte ausreichend Ruhe eingeplant werden. Make-up, Sonnenexposition und Sport werden nicht gleichzeitig wieder aufgenommen, sondern entsprechend der Heilung schrittweise freigegeben.
Direkte intensive Sonne auf frische Narben sollte vermieden werden. Auch später ist ein konsequenter Sonnenschutz während der Narbenreifung sinnvoll.
Häufige Fragen
01Ist jedes Facelift gleich aufgebaut?
Nein. Ein Facelift ist kein standardisierter Eingriff, der bei jeder Person gleich durchgeführt wird. Das operative Vorgehen richtet sich nach den Bereichen, die behandelt werden sollen – beispielsweise Stirn, Schläfen, Wangen, Kieferlinie oder Hals. Deshalb spielt die individuelle Planung eine zentrale Rolle.
02Kann ein Facelift auch feine Fältchen oder überschüssige Haut an den Augenlidern korrigieren?
Ein Facelift behandelt vor allem abgesunkene Gewebestrukturen und Veränderungen der Gesichts- und Halskonturen. Sehr feine Fältchen, etwa rund um den Mund, oder überschüssige Haut an den Augenlidern werden dadurch nicht zwangsläufig korrigiert. Bei Bedarf können ergänzende Behandlungen besprochen werden.
03Wie lange bleiben Schwellungen nach einem Facelift sichtbar?
Schwellungen und Blutergüsse gehören zur normalen frühen Heilungsphase. Die stärksten Schwellungen treten meist während der ersten ein bis zwei Tage auf und bilden sich anschliessend über die folgenden Wochen zurück. Wann das endgültige Ergebnis beurteilt werden kann, hängt auch vom Umfang des Eingriffs ab.
04Wie lange sollte ich mich nach einem Facelift schonen?
Nach einem Facelift sollten Sie sich zunächst mehrere Tage Ruhe gönnen. In den vorhandenen Klinikangaben werden ungefähr fünf bis sieben Tage als erste Erholungsphase genannt. Leichtes Make-up kann häufig nach rund acht Tagen wieder verwendet werden, sofern die Heilung entsprechend verläuft.
05Wann kann ich nach einem Facelift wieder Sport treiben?
Sportliche Aktivitäten können üblicherweise nach ungefähr vier Wochen wieder aufgenommen werden. Auch direkte intensive Sonneneinstrahlung sollte während der frühen Heilungsphase vermieden werden. Die individuelle Freigabe richtet sich nach dem Verlauf und dem Umfang des Eingriffs.
Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch.
