Fettabsaugung
Eine Fettabsaugung dient der gezielten Korrektur lokaler Fettdepots und der Modellierung von Körperkonturen. Sie ist keine Methode zur allgemeinen Gewichtsreduktion.

Fettabsaugung
Lokale Fettdepots können trotz ausgewogener Ernährung, Gewichtsreduktion und regelmässiger Bewegung bestehen bleiben. Eine Fettabsaugung kann solche klar begrenzten Bereiche gezielt reduzieren und die Körperkontur verändern.
Häufig behandelte Regionen sind beispielsweise Bauch und Taille, Hüften und Oberschenkel, die männliche Brust sowie die Kinn- und Halsregion.
Eine Fettabsaugung ist keine Behandlung von Übergewicht und ersetzt keine allgemeine Gewichtsreduktion.
Entscheidend für eine Fettabsaugung ist deshalb weniger das Körpergewicht als die Verteilung des Fettgewebes. Lokal begrenzte Depots können auch bei normalem oder stabilem Gewicht deutlich sichtbar sein.
Die Hautqualität spielt für das spätere Ergebnis eine wichtige Rolle. Nach Entfernung des darunterliegenden Fettvolumens muss sich die Haut an die neue Kontur anpassen können. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss kann deshalb eine Straffungsoperation geeigneter sein.
Wie funktioniert eine Fettabsaugung?
Über kleine Hautzugänge werden Fettzellen mit feinen Kanülen aus den zuvor markierten Bereichen abgesaugt. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Fett zu entfernen, sondern eine gleichmässige und harmonische Kontur zu formen.
Nach der Volumenreduktion muss sich das darüberliegende Haut- und Bindegewebe an die neue Form anpassen. Die Qualität und Elastizität des Gewebes sind deshalb wichtige Voraussetzungen für das erreichbare Ergebnis.
Die Kanüle wird innerhalb des Fettgewebes kontrolliert bewegt, um das Volumen möglichst gleichmässig zu reduzieren. Ziel ist keine maximale Entfernung, sondern eine harmonische Modellierung mit möglichst weichen Übergängen zu den angrenzenden Regionen.
Da die endgültige Kontur auch von der späteren Gewebeadaptation abhängt, lässt sich das Ergebnis nicht allein anhand der unmittelbar während der Operation entfernten Fettmenge beurteilen.
Welche Ergebnisse sind möglich?
Durch die gezielte Reduktion störender Fettansammlungen können einzelne Körperproportionen harmonischer wirken und Konturen klarer hervortreten.
Wie deutlich die Veränderung ausfällt, hängt von der Ausgangslage, der behandelten Region und der Fähigkeit von Haut und Bindegewebe ab, sich an das reduzierte Volumen anzupassen.
Eine Fettabsaugung ist nicht als Ersatz für eine Gewichtsabnahme gedacht.
Fettzellen, die aus einem behandelten Bereich entfernt wurden, werden dort nicht in gleicher Zahl neu gebildet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Körper bei späterer Gewichtszunahme nicht mehr verändern kann.
Für ein langfristig stabiles Ergebnis ist deshalb ein möglichst konstantes Körpergewicht sinnvoll. Grössere Gewichtsschwankungen können auch nach einer Fettabsaugung die Körperproportionen verändern.
Anästhesie und Klinikaufenthalt
Kleinere Fettabsaugungen können häufig ambulant unter örtlicher Betäubung oder mit Sedierung durchgeführt werden.
Bei grösseren Behandlungsarealen können eine Vollnarkose und ein kurzer Klinikaufenthalt sinnvoll oder erforderlich sein.
Welche Form der Betäubung eingesetzt wird, richtet sich vor allem nach Anzahl und Grösse der behandelten Regionen sowie nach der geplanten Absaugmenge. Mehrere grössere Areale benötigen einen anderen organisatorischen Rahmen als eine kleine lokale Korrektur.
Vorbereitung auf den Eingriff
Vor der Operation werden Gesundheitszustand, Medikamente und mögliche Risikofaktoren besprochen.
Welche Medikamente vorübergehend angepasst werden sollen und welche weiteren Vorbereitungen im individuellen Fall notwendig sind, legt das Behandlungsteam vor dem Eingriff fest.
Vor dem Eingriff sollten Erkrankungen, Allergien, regelmässig verwendete Medikamente sowie eine mögliche Neigung zu ungewöhnlich starken Blutergüssen oder Blutungen angegeben werden.
Medikamente, die den Eingriff oder die Blutgerinnung beeinflussen können, werden individuell überprüft. Änderungen sollten ausschliesslich nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Wie läuft die Fettabsaugung ab?
Die zu behandelnden Fettdepots werden vor der Operation im Stehen markiert. Die kleinen Hautzugänge werden nach Möglichkeit an unauffälligen Stellen positioniert.
Zu Beginn wird das Gewebe mit einer Flüssigkeitslösung vorbereitet. Anschliessend werden die Fettdepots mit feinen Kanülen modelliert. Je nach Anzahl und Grösse der behandelten Areale kann die Operation von weniger als einer Stunde bis zu mehreren Stunden dauern.
Direkt nach dem Eingriff wird eine geeignete Kompressionskleidung oder Bandage angelegt.
Die Markierung erfolgt vor dem Eingriff im Stehen, weil Fettverteilung und Körperkontur im Liegen anders erscheinen können. Dadurch kann der zu behandelnde Bereich möglichst genau geplant werden.
Die Hautzugänge sind nur wenige Millimeter gross und werden möglichst in wenig auffälligen Bereichen positioniert. Über diese Zugänge wird zunächst eine Flüssigkeitslösung in das Fettgewebe eingebracht.
Nach einer kurzen Einwirkzeit erfolgt die eigentliche Absaugung. Die bisherigen Klinikunterlagen beschreiben je nach Grösse und Anzahl der Areale eine Dauer von ungefähr einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden.
Noch im Operationssaal wird eine Kompressionsversorgung angelegt, damit das behandelte Gewebe unmittelbar unterstützt wird.
Die Zeit nach der Fettabsaugung
Leichte Schmerzen, Blutergüsse und Schwellungen sind in der ersten Zeit nach der Operation zu erwarten. Während Blutergüsse meist vergleichsweise rasch zurückgehen, können Schwellungen deutlich länger sichtbar bleiben.
In den bisherigen Klinikunterlagen wird davon ausgegangen, dass sich die behandelten Bereiche über mehrere Wochen weiter verändern und das endgültige Resultat häufig erst nach etwa drei Monaten zuverlässig beurteilt werden kann.
Die kleinen Hautzugänge hinterlassen Narben, die im Verlauf zunehmend unauffälliger werden.
Die Schwellung kann wesentlich länger bestehen als die sichtbaren Blutergüsse. Deshalb kann die behandelte Region zwischenzeitlich sogar weniger schlank wirken, als dies nach vollständiger Abheilung der Fall sein wird.
Die bisherigen Klinikunterlagen beschreiben eine Rückbildung der Schwellung über ungefähr sechs bis zwölf Wochen und eine erste zuverlässigere Ergebnisbeurteilung nach etwa drei Monaten.
Auch danach können sich Haut und Bindegewebe weiter an die neue Kontur anpassen.
Was sollte vor dem Eingriff bekannt sein?
Allergien, andere Erkrankungen und regelmässig eingenommene Medikamente müssen vor der Operation angegeben werden.
Bei ungewöhnlich starken Blutergüssen oder auffälligen Blutungen in der Vorgeschichte kann vor dem Eingriff eine zusätzliche Abklärung der Blutgerinnung sinnvoll sein.
Eine auffällige Blutungsneigung sollte vor einer Operation abgeklärt werden. Gleiches gilt für bekannte Allergien oder andere Erkrankungen, die für Narkose, Wundheilung oder Medikamentenwahl relevant sein könnten.
Risiken und mögliche Komplikationen
Vorübergehende Veränderungen der Berührungsempfindlichkeit in den behandelten Regionen sind möglich und können sich erst über mehrere Wochen oder Monate zurückbilden.
Auch stärkere Blutergüsse, Unregelmässigkeiten der Oberfläche oder Asymmetrien können auftreten. In einzelnen Fällen kann später eine korrigierende Behandlung erforderlich sein.
Eine vorübergehend verminderte Berührungsempfindlichkeit kann mehrere Wochen anhalten und sich erst schrittweise normalisieren.
Unregelmässigkeiten der Hautoberfläche können unter anderem durch unterschiedliche Gewebedicke, Heilungsverlauf oder ausgeprägte Blutergüsse entstehen. Eine konsequente Nachbehandlung kann deshalb einen wichtigen Beitrag zum Heilungsverlauf leisten.
Auch Seitenunterschiede können nach vollständiger Abheilung bestehen bleiben. Ob eine Nachkorrektur sinnvoll ist, sollte erst nach ausreichender Heilungszeit beurteilt werden.
Kompression und Nachkontrollen
Kompressionshosen, Stützstrümpfe oder Bandagen unterstützen während der frühen Heilungsphase die Anpassung des Gewebes an die neue Kontur.
Nach den bisherigen Klinikangaben wird die Kompression abhängig von der behandelten Region ungefähr vier bis sechs Wochen getragen. Die genaue Dauer wird individuell festgelegt.
In den bisherigen Klinikunterlagen wurde eine konsequente Kompression über ungefähr vier bis sechs Wochen beschrieben. Je nach behandelter Region kommen dafür Hosen, Stützstrümpfe oder spezielle Bandagen infrage.
Die kleinen Fäden an den Zugangsstellen konnten dort ungefähr nach einer Woche entfernt werden. Das heutige Vorgehen richtet sich nach Nahtmaterial und Heilungsverlauf.
Alltag, Arbeit und Sport
Wie schnell die normale Alltagstätigkeit wieder aufgenommen werden kann, hängt stark von Umfang und Lokalisation der Fettabsaugung ab.
Auf intensiven Sport sollte während der ersten Wochen verzichtet werden. Massagen oder andere Behandlungen der operierten Regionen sollten nur nach Absprache mit dem behandelnden Team erfolgen.
Leichte Alltagsbewegung ist etwas anderes als intensives Training. Auch wenn man sich subjektiv früh wieder gut fühlt, benötigen die behandelten Gewebeschichten Zeit zur Heilung.
Massagen, Lymphdrainagen oder andere mechanische Behandlungen sollten nicht eigenständig begonnen werden, sondern mit dem behandelnden Team abgestimmt werden.
Häufige Fragen
01Welche Körperregionen können mit einer Fettabsaugung behandelt werden?
Eine Fettabsaugung wird vor allem zur Korrektur lokaler, hartnäckiger Fettdepots eingesetzt. Häufig behandelte Bereiche sind beispielsweise Hüften und sogenannte Reiterhosen, Bauch und Taille, die männliche Brust sowie die Kinn- und Halsregion. Welche Bereiche sinnvoll behandelt werden können, hängt von der individuellen Ausgangslage ab.
02Ist für eine Fettabsaugung eine Vollnarkose notwendig?
Kleinere Korrekturen können häufig ambulant unter örtlicher Betäubung oder in einem Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei umfangreicheren Fettabsaugungen können dagegen eine Vollnarkose und ein kurzer Klinikaufenthalt erforderlich sein.
03Wie lange muss nach einer Fettabsaugung Kompressionskleidung getragen werden?
Nach der Operation werden je nach behandeltem Bereich Kompressionshosen, Stützstrümpfe oder Bandagen verwendet. Diese sollten in der Regel während der ersten vier bis sechs Wochen konsequent getragen werden. Sie unterstützen die Heilung und die Anpassung des Gewebes an die neue Kontur.
04Wann ist das endgültige Ergebnis einer Fettabsaugung sichtbar?
Schwellungen der behandelten Bereiche können mehrere Wochen bestehen bleiben und gehen schrittweise zurück. Deshalb lässt sich das endgültige Resultat nicht unmittelbar nach dem Eingriff beurteilen. In den vorhandenen Klinikangaben wird dafür ein Zeitraum von ungefähr drei Monaten genannt.
05Wann kann nach einer Fettabsaugung wieder Sport gemacht werden?
Das hängt von Umfang und Lokalisation der Behandlung ab. Während der ersten Wochen nach dem Eingriff sollte auf Sport verzichtet werden. Wann eine körperliche Belastung wieder aufgenommen werden kann, wird entsprechend dem persönlichen Heilungsverlauf festgelegt.
Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch.

